Pech oder doch fehlende Cleverness?

1. Herren verliert mit 3:0 (1:0) gegen TSV Dänischburg

files/Vereinslogos/TSV_Daenischburg.png(Ein besonderer Dank an den TSV Dänischburg, der uns das Titelfoto in diesem Bericht zur Verfügung gestellt hat.)

 

Vor Anpfiff der Partie gegen den TSV Dänischburg wurde eifrig die Tabellensituation studiert, da sich daraus nicht nur das Kräfteverhältnis herauslesen ließ, sondern auch weil unsere Kicker des Roten Sterns nach Potentialen für eine Sensation suchten. Schnell waren diese ausgemacht. Oben geht es eng zu, die gegnerische Mannschaft ist relativ jung und verliert daher schnell die Nerven, wenn sie lange keinen Treffer erzielt, geschweige denn mit einem 0:0 in die Halbzeit geht. Stoff aus dem sich eine Sensation stricken lässt. Das Trainerteam sah es genauso und richtete das Team dem entsprechend defensiv aus.

 

Die ersten 20 Minuten waren daher auch von Kampf, Mittelfeldgeplänkel und Fernschüssen des TSV aus weiter Distanz geprägt, die allesamt die Kreisligareife der Truppe anzweifeln ließen und der Abwehr der Roten Sterns zunehmend Vertrauen schenkte. Zudem offenbarte die gegnerische Rückwärtsbewegung Schwächen, die der Rote Stern zu 3 sehenswerten Kontern nutzte. In der 20 Minute setzte sich Pascal durch und setzte einen strammen Schuß an die Latte. Nach einem taktischen Foul in der 22 Minute parierte der Torwart sehenswert einen Freistoß von Pascal. Nahezu in der nächsten Situation tankte sich Max durch die schwerfällig wirkende Abwehr durch, scheiterte jedoch am Torwart. Erst im Nachhinein sollte sich herausstellen, dass dies die spielentscheidende Phase war, da daraufhin der TSV wieder das Zepter in die Hand nahm und auch zwei sehenswerte Chancen produzierte. In der 30 Minute konnte Patty noch den Schuss parieren, in der 35 Minute mogelte der Stürmer irgendwie eine Hereingabe ins Tor. 1:0 und das Gefühl, dass dem Roten Stern eine große Ungerechtigkeit widerfahren sei.

 

In der zweiten Halbzeit machte der TSV so weiter, wie er die erste Halbzeit beendet hatte. Nicht zwingend, aber die Chancen nutzend. In der 51 Minute fiel das 2:0 für den TSV nach einer etwas unübersichtlichen Situation in der Abwehr. Die Sterne brauchten ihre Zeit um wieder an ihre Chance zu glauben, auch weil der TSV das Ergebnis gut verwaltete. In der 65 Minute jedoch zeigte Dominik seine Schussqualität mit einem strammen Flachschuss, den der Torwart nur mit Mühe und Not und noch mehr Glück an das Lattenkreuz wenden konnte. Eine Aktion, die den Kickern des Sterns die dritte Luft verschaffte. In den darauffolgenden 10 Minuten wurde der TSV in die eigene Hälfte gedrängt. Wieder hatten Pascal und Max die besten Chancen und wiedermal machte der TSV das Tor. Nach einem Konter, erwischte der Stürmer den Ball nicht richtig, was zu einem Lupfer führte, der mit Hilfe des Windes sich noch ins Tor drehte. Hier wird die Perspektive des Verlierers deutlich, die auch die Diskussionen nach den Spiel bestimmte: Viel Pech oder doch fehlende Qualität und Cleverness?

 

Viele haben die Aufstiege des RSL mitgemacht und viele erinnern sich bestimmt auch, dass nicht alle Spiele gegen unterlegene Mannschaften glanzvoll aussahen und dass Reaktionen der Gegner unserer heutigen sehr ähnelten. Nur auch damals hieß es: 3 Punkte. Wie?! Egal, denn morgen fragt keiner danach! Und das Blatt auf den das Ergebnis vermerkt und zur Geschichte wird, verschweigt das widerfahrene Unglück und das erlebte Leid des Verlierers. Es bleiben nur 3 Punkte für den „wohlverdienten“ Sieger! Und die Erkenntnis für den Roten Stern, dass im nächsten Spiel „Eier gelegt werden müssen“. Egal wie!!!

 

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