Nix gelernt und abgeschossen

Während AKM Lübeck den vierten Sieg in dieser Saison feiert, fühlen sich die Roten Sterne ungut an das letzte Spiel vor drei Wochen erinnert.

files/Vereinslogos/AKM_Luebeck.png0:6 und 0:7 - das ist die Bilanz der zweiten Mannschaft des Roten Stern Lübecks aus den letzten beiden Partien. Parallelen in den beiden Spielverläufen zeigen deutlich, wo die Probleme liegen. Denn beide Male stand es zur Pause 0:1, beide Male gab es Möglichkeiten zum Ausgleich – und beide Male ging der Rote Stern am Ende unter und ließ sich abschießen.

 

Bei AKM auf dem Kunstrasenplatz am Koggenweg ging es bei sonnigem Herbstwetter schlecht los. Nach wenigen Minuten muss mit Millo, der Spieler auf den die Sterne ihre Hoffnungen als Abwehrorganisator gelegt hatten, verletzt raus. Kurz darauf erwischt es auch Adrian auf der linken Abwehrseite, so dass die Startaufstellung schnell Makulatur ist. Der Plan, ein Abwehrbollwerk aufzubieten und "die Null" zu halten, scheitert nach etwa einer Viertelstunde. Das 1:0 für die Spieler aus Buntekuh ist angesichts der spielerischen Überlegenheit verdient.

 

Bis zur Pause folgen keine weiteren Treffer, weil die Sterne mit ihren Mitteln engagiert dagegen halten und AKM seine Feldüberlegenheit selten wirklich gefährlich ausspielt. Zwischendurch sind sogar wieder kurze Drangphasen der Sterne zu sehen, bei denen klar wird, dass auch die Abwehr der Hausherren heute nicht immer sattelfest ist. In der Halbzeit aufbauende Worte. Es bleibt beim Ziel, den Gegner zu zermürben und dann zuzuschlagen.

 

Das gelingt nur zunächst. Bei der ersten richtig guten Gelegenheit für den Roten Stern geht der Ball knapp über die Latte. Dann erzielen die Hausherren ihr zweites Tor – und treffen offensichtlich auf beiden Seiten einen Nerv. Während AKM jetzt so richtig mit dem Fußballspielen anfängt, schöne Kombinationen zeigt und seine Chancen in Tor um Tor ummünzt, lassen die Sterne die Köpfe hängen und haben nichts entgegen zu setzen. Die Tore fallen teilweise direkt im ersten Angriff nach dem Wiederanstoß. Einzelne Angriffe der Gäste finden auch noch statt – Zwingendes kommt dabei aber nicht mehr heraus.

 

Die zweite Packung in Folge, wieder gegen einen Gegner, gegen den durchaus mehr drin war, sorgt am Ende für Wut und Enttäuschung. Bleibt die Hoffnung, dass keiner die Lust am Fußballspielen verliert. Schließlich wartet am kommenden Sonntag mit Dänischburg II der nächste Gegner aus dem Tabellenmittelfeld auf die Sterne, die jetzt wegen des schlechteren Torverhältnisses die rote Laterne inne haben – eine neue Chance, es besser zu machen. Und paradoxerweise wird man gleichzeitig AKM die Daumen drücken. Für die geht es nämlich zum Tabellenvorletzten, dem TSV Kücknitz III.

 

Startelf Roter Stern II:

Mirko - Arno, Millo, Marius, Adrian - Marco, Stefan, Kilian - Christian, Micha, Sven

Eingewechselt: Avid, Nico, Barney

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