Mein Gott Walter!

1:1 der zweiten Herren gegen Kücknitz III

files/Vereinslogos/TSV_Kuecknitz.pngVor dem Spiel bei schwülwarmem, aber bedecktem Wetter die erste gute Nachricht des Trainers: in nahezu Bestbesetzung konnte das Punktspiel angegangen werden. In Anbetracht des Gegners wurde diesmal eine offensivere Ausrichtung im 1-3-3-3-System mit klassischem Libero gewählt, um Kücknitz früh durch intensives Laufen und Stören in Verlegenheit zu bringen.

 

In der ersten Hälfte ging dieser Plan nicht wirklich auf. Der Stern rotierte etwas zu behäbig, Unkonzentriertheiten in den Zuspielen und im Defensivverhalten, ließen Kücknitz immer wieder an den 16er heranrücken, allerdings ohne zwingende Abschlüsse. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, welches von beiden Seiten mit robustem Körpereinsatz geführt wurde. Der kurzfristig eingesprungene Schiedsrichter pfiff nahezu jeden Körperkontakt – auch die der harmloseren Sorte – ab, sodass auf beiden Seiten kein wirklicher Spielfluß zustande kam. Dass Spiel wurde nickliger, und es kam zu einigen unschönen Wortwechseln auf dem Platz.

 

Kurzfristig wechselte David dann die Position mit Christoph, der wieder den sicheren Libero mimte. Durch die Hereinnahme von Avid und Sven, gelang es dem Stern noch vor der Pause, sich etwas mehr Spielanteile und zwingendere Offensivaktionen zu erarbeiten, welche aber nicht erfolgreich abgeschlossen wurden.

 

Mit einer Nullnummer ging es in die Halbzeit, wo sich in der Kabine nochmal richtig motiviert wurde. Einige weitere Wechsel und Positionsänderungen brachten dann auch das gewünschte Resultat: die Aktionen der Sterne wurden zwingender, es wurde konsequenter in die Spitze gespielt. Ein ums andere Mal konnte sich Sven auf der rechten Seite durchtanken und den Ball in den Strafraum spielen. Avid hatte die 1:0 Führung auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend vor dem Keeper, da er nicht richtig über den Ball kam. Just in der Druckphase dann die Ernüchterung: Nach einer Ecke für Kücknitz gibt es einen Querschläger, der am Fünfmeterraum eiskalt vom 10er der Kücknitzer in die Maschen gedroschen wurde. Ein Schock, in einem Moment, in dem keiner damit rechnete.

 

Die Sterne bleiben jedoch unbeeindruckt, und kamen etwa 10 Minuten später zum Ausgleich. Ebenfalls nach einem Eckball war es Walter, der sich im Gewühl gegen den Keeper, der den Ball zu weit abtropfen ließ, durchsetzte, und aus einem halben Meter zum 1:1 abstaubte. Trotz heftiger Proteste der Kücknitzer wurde der Treffer berechtigterweise gegeben. Zweites Spiel, zweites Tor, weiter so Walter, die Quote darf gerne gehalten werden!

 

Dies war dann auch der Endstand! Starke Leistung vom Roten Stern, Moral bewiesen und zurück gekommen, darauf können wir alle stolz sein und aufbauen. Eine schwache Leistung muss man leider dem Schiedsrichter assistieren, der sehr kleinlich pfiff und Beleidigungen, Nachtreten und weiteres nicht ahndete, auch wenn er direkt daneben stand – es gab nicht EINE gelbe Karte. Schwach auch das sportliche Verhalten eines kleines Teils der Kücknitzer Mannschaft, die offensichtlich frustriert nach dem Spiel das Abklatschen mit dem Gegner verweigerte.

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