Vitalyyyyyyyyy! Stern gelingt glücklicher Last-Second-Dreier bei unwürdigem Kartenfestival!

von RoterStern (Kommentare: 0)

Kreisklasse B 3. Spieltag 04.10.2020
RSL - ESV Hansa 3 - 2 (2 - 2)

Vorweg kurz zum „Vorspiel“: die Zweite bestätigte ihre aufsteigende Tendenz und holte nach erneut guter Leistung (und 0-2 Rückstand!) gegen 76 II den ersten Sieg! 6-2 hieß es am Ende, neben einem beachtenswerten Hattrick von Jan gab es in unserer Torschützenliste auch Raritäten: die defensiven Urgesteine Nico (!) und Elli (!!) trafen ins Schwarze! Stark, Männer!

Im Anschluss gab es dann das Spiel der ersten Herren und es ging gegen Hansa: die bunte Truppe, gegen die wir letzte Saison zwei tolle, faire Spiele hatten (Klick & Klick) deutete schon im Testkick vor ein paar Wochen an, dass die Hanseaten es jetzt etwas „anders“ angehen lassen. Es sollte ein Vorgeschmack sein auf das, was in den nächsten Minuten folgen sollte….

Zu uns: wieder 16 Mann im Kader – und wieder quasi keine Defensivkräfte verfügbar (ruhmreiche Ausnahmen: Adel und Svenner), sodass mal wieder umgebaut werden musste: Thomas wieder auf dem Außenverteidiger (wo er erneut ein minimum solides Spiel abspulte!), Vitaly diesmal – zumindest vorübergehend – in der Innenverteidigung neben Adel. Ansonsten erwähnenswert? Max, unser liebenswerter verirrter Bayer, machte heute sein letztes Spiel für den Stern, bevor es für ihn leider wieder gen Süden geht :(

Wir begannen stark und hatten sofort die Führung auf dem Fuß – bzw. der Schiri sie in der Pfeife: einen Diagonalball erlief Felix, brachte seinen Körper super vor den heranrauschenden Gegner, der unseren Goalgetter nach wenigen Zeigerumdrehungen von hinten einfach umrannte – klarer Elfmeter! Doch es schien weiter wie verflucht: selbst DIESEN Strafstoß bekamen wir nicht zugesprochen, der junge Schiedsrichter entschied unverständlicherweise auf Weiterspielen: Wahnsinn!

Kurz darauf wurde Felix vom gleichen Widersacher mit fast dem gleichen Foul gestoppt – nur diesmal außerhalb der Box und es gab prompt Gelb und Freistoß…der leider verpuffte. Dennoch waren wir am Drücker: nach der ersten Ecke hatte Vitaly seine erste dicke Chance, setzte den Volley allerdings knapp über das Gehäuse. Doch nach einer Viertelstunde war es soweit: Schiripaddy und Artur erzwangen den Fehlpass tief in der Hansa-Defensive, Felix nahm ihn auf und drosch ihn aus 17 Metern in den Winkel: Sternenführung! Und wir hätten direkt nachlegen können: wieder hoher Ballgewinn, große Schusschance Willy, der stattdessen Artur schicken will und den Steckpass leider zu steil spielt – schade!

Doch wie es gegen Hansa zuletzt immer war, war es auch diesmal: der Gegner traf mit dem ersten Torschuss – ein direkter Freistoß wurde wunderbar über die Mauer gespielt und schlug im Eck ein. Ausgleich aus dem Nichts – ärgerlich!

Und noch ärgerlicher war, dass damit das Spiel völlig kippte: Hansa spielte Kick-and-Rush und ging auf die zweiten Bälle, war (obwohl körperlich klar unterlegen) viel präsenter in den Zweikämpfen, bei uns wurden die Abstände zueinander zu groß, der Mut sich anzubieten und den Ball zu fordern schwand zusehends und in Ballbesitz wurden entweder planlos lange Bälle geschlagen oder versucht, durch das dicht besetzte Mittelfeldzentrum zu kombinieren (was ohne Sicherheit und mit viel zu wenig Bewegung immer wieder zu Ballverlusten führte). Hansa dagegen war jetzt in seinem Element, vor allem ihre One-Man-Show im Mittelfeld (Nr. 8 – überragender Akteur auf dem Platz!) war nicht zu stoppen! So taumelten wir der Halbzeit entgegen, ließen aber immerhin keine weiteren Großchancen zu, bevor der Schiedsrichter in den Mittelpunkt zurückkehrte: erst ließ er einen bereits verwarnten Hanseaten (Nr. 26) ein völlig sinnloses Umrennen unseres Keepers (der den Ball schon fest hatte) durchgehen und verzichtete auf den fälligen Platzverweis (betroffener Spieler wurde sofort ausgewechselt), dann pfiff er nach einem Zweikampf mit Adel Elfmeter für den Gast. Kann man sicher geben – aber längst nicht so klar wie die Szene zu Spielbeginn im anderen Strafraum…

Wie dem auch sei: Der angesprochene Gästekicker mit der 8 verwandelte souverän und so führte – nicht ganz unverdient – der Gast! Doch eine Pointe hatte der erste Durchgang noch: eine Großchance (Schiripaddy im eins gegen eins) vereitelte der gegnerische Keeper stark, rutschte dabei aber aus dem Strafraum – und als unser Stürmer den Ball wieder aufnehmen wollte, packte der Gästeschlussmann sicher zu….nur eben außerhalb der Box! Gelb? Rot? Zur allgemeinen Verwunderung gab es gar nix – außer Freistoß für den Stern. Der war noch gar nicht ganz ausgeführt, da lag Thomas auf dem Boden, weil er ein Schubser(chen) mitbekam – und Sekunden später lag der Ball auf dem Punkt, weil der Schiri dies ahndete. Das roch etwas nach Konzessionsentscheidung…

Dem eingewechselten CKK war’s vollkommen egal: sicher schob er zum 2-2 ein, was auch den Halbzeitstand darstellte.

In der Halbzeit wechselten wir munter durch und auch etwas die Formation – allein es brachte nicht viel: das Spiel blieb wild mit Vorteilen für die Gäste, die das Chaos auf dem Platz einfach besser meisterten und weiterhin giftiger in den Zweikämpfen blieben. Die beste Chance ging folgerichtig auch an die Gäste – doch Enno rettet im Eins gegen Eins das Remis! Zum Glück übertrieben es die Jungs in den witzigen Trikots (blau-roter Farbverlauf – interessant!) mit ihrer Giftigkeit und schwächten sich nach einer guten Stunde selbst: zum x-ten Mal wurde unser Keeper völlig sinnlos attackiert (diesmal bei der Ausführung eines Abschlages), doch diesmal gab es dafür auch endlich die fällige gelbe Karte: für den Kapitän der Hanseaten, der sich seinen ersten bunten Karton kurz vorher redlich verdient hatte…Der Gast zu zehnt und das war überfällig! In der Folge erarbeitete sich der Stern endlich wieder ein Übergewicht und erzwang – nein, erwürgte, denn es lief weiter quasi nichts zusammen – immer wieder Angriffe, Freistöße, Ecken, Einwürfe in Strafraumnähe, woraus auch einige Möglichkeiten resultierten (aus dem Spiel: Felix, nach Standards: vor allem Vitaly, der in die Sturmspitze beordert wurde…). Doch der Ball wollte nicht ins Netz und der Gast blieb gefährlich und hatte in der letzten regulären Minute die Großchance nach einem Konter, doch setzte den Ball frei vor Enno über das Tor – Glück gehabt! Doch es kam ja die Nachspielzeit: der gefühlt hundertste Einwurf auf Vitaly kam von Malte und unser Riese bekam den Schädel dran und variierte in dieser Situation (gewollt? Zufall? Man weiß es nicht…): statt zu verlängern, köpfte er direkt aufs kurze Eck und überlistete so den gegnerischen Keeper mit der Schlusssirene – Jubeltraube in Rot-Schwarz.

 

Wie verstrahlt wir an diesem Tag dennoch waren, zeigt die letzte Szene: 3-2 vorne, Gegner in Unterzahl, Ballgewinn Stern! Wir können die Kugel wegschlagen, sie halten, zum Keeper spielen, zur Eckfahne gehen – stattdessen gehen wir im Mittelfeldzentrum ins Dribbling, verlieren die Kugel und müssen noch einen finalen Freistoß über uns ergehen lassen…halten uns dort aber schadlos und tüten den Dusel-Sieg ein! Die mit Abstand schwächste Saisonleistung wird aufzuarbeiten sein, aber: letztes Jahr verloren wir solche Spiele, diese Saison gibt auch dafür die maximale Punktzahl! Wollen wir allerdings weiter im oberen Tabellensegment mitspielen, sollten wir schnellstmöglich zur Form der vorangegangenen Spiele finden….

Gegner: Was ist nur mit Hansa los? Schon im „Freundschafts“spiel irgendwie unangenehm aufgefallen (samt Tätlichkeit), waren die Gäste im Punktspiel mit einer roten Karte noch gut bedient: auch die Kollegen mit der 26 (bereits beschrieben), der Keeper (Handspiel außerhalb des Strafraumes), die Nr. 6 (vorverwarnt und munter weiter gefoult, dazu CKK ins Gesicht gefasst) oder die Nr.9 (höhnischer Applaus bei Verwarnung) wären bei einem konsequenteren Schiri Kandidaten für einen verkürzten Einsatz gewesen. Der Trainer ein Rumpelstilzchen (ebenfalls gelb verwarnt, dazu ständig auf dem Spielfeld), dazu dauernde verbale Provokationen: die Verwandlung der Gäste binnen eines Jahres ist enorm – nur irgendwie nicht zum Guten. Rein sportlich hätte der Gast mehr verdient gehabt als die knappe Pleite, weil sie uns ihr Spiel erfolgreich aufzwangen und den besten Spieler auf dem Platz in ihren Reihen hatten. Ob des Auftrittes hält sich das Mitgefühl diesbezüglich aber in engen Grenzen…

Schiedsrichter: Beim jungen Schiri sollten sich beide Teams (samt Trainern) entschuldigen: eine absolut undankbare Aufgabe, dieses „Spiel“ zu leiten. Schlussendlich pfiff er zumindest nicht einseitig und brachte diesen unwürdigen Kick zu einem sportlichen Ende – eine Aufgabe, an der schon erfahrenere Kollegen in ähnlich wilden Spiele scheiterten. Aus unserer Sicht wäre etwas mehr Konsequenz von Beginn an vielleicht hilfreicher gewesen, aber das sagt sich von „draußen“ immer leicht…

Auf das Verhalten der Hanseaten haben wir keinen Einfluss – unser eigenes werden wir definitiv hinterfragen!

Nächste Termine: Nächsten Sonntag gibt’s leider keine Chance für den Doppelsupport (vielen Dank dafür, wie immer!): unsere Teams müssen fast zeitgleich ran L

Die erste gastiert um 11 bei Azadi II (Koggenweg, Heimat von Buntekuh), unsere Zweite spielt wenig später im Norden bei Dänischburg (um 12)! Ihr müsst euch also entscheiden!

DOPPELHEIMSPIEL! DOPPELSIEG! 6 PUNKTE BLEIBEN AM BUNI!

Forza RSL!

 

Aufstellung:

Enno – Thomas (Rob), Adel, Vitaly, Svenner (Max) – Ozan – Willy, Abdul (Malte) – Felix, Artur (CKK), Schiripaddy

 

Tore:                                                                Vorlagen (ohne Gewähr):

Felix (4)                                                           

CKK (1)                                                             Thomas (1)

Vitaly (1)                                                          Malte (1)

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