SC Rapid Lübeck 3 - Roter Stern 2: Das dicke Ende kommt zum Schluss

von RoterStern (Kommentare: 0)

Es hätte so schön sein können. Nach einer verregneten Woche zeigte sich am 8. März die Sonne über dem Kunstrasenplatz vom SC Rapid Lübeck, bei dem die 2. Mannschaft das Roten Stern zu Gast war. Zum Anstoß um 10:30 Uhr morgens war es zwar noch etwas kalt. Trotzdem war alles angerichtet für ein rasantes Fußballspiel. Was folgte, war allerdings ein Drama in drei Akten.

Der Gegner konnte in der Tabelle elf Punkte mehr vorweisen, schien ob das negativen Torverhältnis aber nicht unbesiegbar. Das wollten die Sterne nutzen. Tatsächlich erwischten die Rotschwarzen den besseren Beginn. Die Mannschaft spielte mutig nach vorne und belohnte sich selbst. Nach neun Minuten netzte Geburtstagskind Omid zum 1:0 für die Gäste. Herzlichen Glückwunsch nachträglich! In der Folge wurde das Spiel ruppiger. Nico holte sich nach einem Zusammenstoß mit dem gegnerischen Torwart früh die gelbe Karte ab. Auf der anderen Seite musste Lars, der dankenswerter Weise als Keeper eingesprungen war, bei einer ähnlichen Situation einstecken.

Allen Widrigkeiten zum Trotz hielten die Sterne gut und vor allem fair dagegen. So war das Glück mit den Tüchtigen, als Micha einen Angriff erst auf die Torlinie lenkte, von dort aber klären konnte. Die Torlinientechnik Hawkeye hätte hier nichts zu melden gehabt. Aber die gibt es in der Kreisklasse ohnehin nicht. Kurz vor der Pause nützte alles Glück dann aber nichts. Die Gäste verwandelten einen Abpraller am Rande des Sechzehnmeterraumes der Sterne per Sonntagsschuss zum Ausgleich. Kurz danach wurde auch noch Trainer-Coach Elli hart abgeräumt – mit Folgen, wie sich später herausstellen sollte.

Was in und nach der Halbzeit auffiel: Die Sterne steckten nicht den Kopf in Sand, blieben positiv, feuerten sich auf dem Platz weiter an und kämpften gemeinsam gegen einen ruppiger werdenden Gegner. Als Folge wurde das Spiel immer zerfahrener. Viele Nickligkeiten und Diskussionen mit dem Schiedsrichter sorgten für immer weniger Spielfluss. Highlights gab es kaum noch. Beide Teams erzielten je ein Abseitstor. Für die Sterne netzte Micha ungültig ein. Applaus vom Anhang gab es dennoch.

Dann kam die Schlussphase und es wurde noch einmal richtig hektisch. Diesmal ging Rapid tatsächlich in Führung. Der Abseitspfiff blieb aus. Keine Wiederholung, keine kalibrierte Linie, kein Kölner Keller, nur eine Entscheidung, die der Schiri in Sekundenbruchteilen treffen musste. In dem Fall: Tor. Für den Gegner. Blöd. Doppelt blöd sogar, denn in der fünfminütigen Nachspielzeit gab es noch einmal Eckstoß für den Stern, bei dem der nach vorn geeilte Keeper Lars kräftig mitmischte. Sein erster Nachschuss wurde abgeblockt, der zweite von einem Abwehrspieler vermeintlich mit der Hand geklärt. Der Schiedsrichter sah es anders. Auch hier: kein Keller, keine Wiederholung und deswegen auch kein Pfiff. Menschlich. Aber eben auch blöd für den Stern.

Mit Abpfiff war es dann aber noch immer nicht getan. Es flogen Worte, Bälle und schlussendlich auch Karten. Die waren immerhin gerecht geteilt. Ein Spieler von Rapid und Fabi sahen nachträglich Rot. Das dicke Ende kam zum Schluss. Elli meldete sich nach dem Spiel für die nächste Zeit verletzt ab. Für lange Zeit könnte es zudem der letzte Auftritt der zweiten Stern-Besetzung gewesen sein. Wegen des umhergehenden Coronavirus hat der Verband alle Spiele erstmal ausgesetzt.

Tor: Omid

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