Immer mindestens phasenweise ordentlich, aber keine Punkte: die Erste startet schlecht in die neue Serie

von RoterStern (Kommentare: 0)

Kreisklasse B 3. Spieltag 05.09.2021
Dornbreite III - RSL 6 - 2 (1 - 0)

Erstes Spiel ärgerlich remis, zweites Spiel ausgefallen – mit nur einem Punkt im Gepäck gings auf die Anlage nach Dornbreite mit dem Ziel, den ersten Dreier einzufahren. Leider hatten wir ordentlich Personalprobleme (u.a. fielen sämtliche nominellen Stürmer aus), dennoch eine gute Mannschaft auf der Platte – Modus: hinten sicher und vorne ein bisschen improvisieren!

Klappte anfangs nicht so richtig: Der Gastgeber startete besser, hatte eine Ecke, einen Freistoß und einen Lattenschuss – doch dann fanden wir uns und übernahmen eine highlightarme erste Halbzeit und hatten die besseren Momente: Nacho freistehend vorbei, Simons Seitfallzieher gut pariert, Schiripaddys Knaller ebenfalls an die Latte. Dazu erzielten wir zwei Tore, die jeweils vom Schiedsrichter kassiert wurden: einmal nachgestochert nach Unsicherheit des gegnerischen Keepers – Foul gepfiffen; einmal toller Angriff mit Tor von Jan – Abseits….beides in der Kategorie „kann man auch weiterlaufen lassen“. Zur Halbzeit lagen wir dennoch zurück, weil wir mal wieder ein billiges Gegentor verschenkten: Freistoß von der Mittellinie, die Verteidiger verlassen sich auf unseren Keeper, der auf seine Verteidiger und aus einem harmlosen, ewig langen Flugball entsteht der ärgerliche Rückstand.

In der Pause war sammeln angesagt und dann Attacke: Wir waren das bessere Team, ein Tor Rückstand schreckt uns nicht! Doch die folgenden Spielminuten mutierten zur Katastrophe – ein Drama in knapp 10 Minuten und vier Akten:

  • Gelbe Karte Simon nach taktischen Foul
  • Individueller Fehler unseres letzten Mannes, Konter und 0-2
  • Gelb-Rote Karte Simon nach taktischem Foul
  • Individueller Fehler unseres letzten Mannes, Konter und 0-3

Das Spiel war gefühlt verloren, doch auch zehn Sterne bäumten sich nochmal auf, spielten in der Hitze Pressing und brachten nochmal Stimmung ins Spiel: 1-3 Nacho nach Ecke! Dann Konter zum 1-4 gefressen und immer noch nicht aufgesteckt: schöner Angriff über Philipp und Omid, der den gegnerischen Keeper umspielt und zu Fall gebracht wird, Schiripaddy verwandelt den Elfer sicher zum 2-4. Und noch 10 Minuten zu gehen! Mehrfach kratzten wir dann tatsächlich am 3-4, Schiripaddy und Abdul scheiterten frei vor dem Keeper aus spitzen Winkeln und auch ein zweiter Elfer war drin, doch der Schiri sah den Ball vorher im Aus – Ironie, wenn man ans nächste Spiel denkt…

Am Ende reichten aber weder Kraft noch spielerische Finesse und wir kassierten noch zwei Konter in der Nachspielzeit, was das Ergebnis auf ein fast absurdes 6-2 schraubte. Nicht falsch verstehen: Dornbreite gewann völlig verdient, aber hatte außer dem Lattenschuss am Anfang und den 6 Toren keine weitere Torchance (keine weitere Ecke, kein weitere gefährliche Freistoßchance) – agierte einfach unfassbar effizient! Wir lieferten mit unserer schwachen Chancenverwertung, dem billigen 0-1 und der völlig verkorksten Anfangsphase der zweiten Hälfte für den Gastgeber das perfekte Konterfußball-Drehbuch und daran sind wir einzig und alleine selbst schuld! Mangelnde Konsequenz in den entscheidenden Situationen – vor allem im kollektiv-defensiven Verhalten – bringen uns um die Früchte der ansprechenden Spielanlage. Immerhin: Mentalität und Kampfgeist waren bis zum Schluss vorhanden, die Stimmung ist gut und der Wille ungebrochen!

Schiedsrichter: Der Schiri ist uns bekannt und wurde seinem Ruf gerecht – wir haben mit dem Schiedsrichter keinerlei Probleme! Grund für die Niederlage war er keinesfalls!

Gegner: Wie oben angeklungen fand Dornbreite das perfekte Setting für ihren Konterfußball vor – einige Gegenangriffe waren wirklich sehenswert, die Konsequenz im Abschluss irre. Fair war der Gegner großteils auch, doch auf die Ausnahme müssen wir hier aus Gründen dennoch eingehen!

Kurz vor Schluss (Stand 4-2) rammte der gegnerische Mittelstürmer abseits des Balles unserem Abwehrchef sinnlos die Schulter in die Halsgegend und garnierte diese Aussage noch mit dem Spruch „Steh auf, du Schwuchtel!“. Dass hier der Schiri danebensteht, lediglich Gelb zückt und eine Entschuldigung fordert, ist unverständlich und sollte dem KFV zu denken geben! Dass von Seiten der Gastgeber der Mitspieler hier unterstützt statt zur Rede gestellt wird, hat nichts mit Mannschaftsgeist zu tun!

Der Fußballplatz ist ein Abbild der Gesellschaft – hier gibt es keinen Platz für Rassismus, keinen Platz für Homophobie! Nicht auf der Wiese, nicht in der Kabine, nirgendwo!

 

Aufstellung:

Enno – Philipp, Willy, Micha – Svenner (Abdul), Simon, Timo (Rob), Nacho – Clemens – Nico (Schiripaddy), Jan (Omid)

 

Tore:                                                               

Nacho (1)

Schiripaddy (1)

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