Hammerprogramm mit 4 Spielen in 9 Tagen

von RoterStern (Kommentare: 0)

Vom 6.5. bis zum 15.5. spulten die Sterne – nachholspielbedingt – ein Hammerprogramm mit 4 Spielen in 9 Tagen ab. Der sportliche Erfolg war gemischt (2/0/2), aber es gab Sensationen, Emotionen und richtig geile Tore zu bestaunen:

Pingpong aufm Dorfacker – dezimierte Sterne verlieren trotz ordentlichem Spiel auf der Kuhweide!

Kreisklasse B 20. Spieltag 06.05.2022
SV Hamberge III - RSL 2 - 0 (1 - 0)

 

Und dann war es soweit: erste und zweite Herren des roten Sterns spielten am Freitag (?), dem 06.05.2022 parallel (jeweils gegen Spitzenmannschaften, am Ende gab’s null Punkte und 0:9 Tore…), sodass keine gegenseitige personelle Unterstützung möglich war. Im Ergebnis reiste die erste mit zwölf (!) Spielern an, darunter Willi (nach monatelanger Verletzungspause direkt in der Startelf), Nacho (angeschlagen, musste nach 30 Minuten wieder raus), Paddy (aus Eutin eingeflogen) und Felix (eigentlich nicht einsatzfähig; long-covid), sodass Co-Trainer Jörn trotz endgültig kaputtem Rücken nochmal die Schuhe schnüren musste. Die letzten Spieler erschienen wenige Minuten vor Anpfiff, nachdem auch der Schuhbasar (nicht alle Sterne hatten Fußballschuhe dabei…) abgeschlossen war, konnte es denn auch losgehen – auf einem Platz, der mit „Acker“ noch diplomatisch umschrieben war. Idyllisch gelegen zwischen Wald und Weide passte sich der Boden seinen geographischen Nachbarn an: mehr Moos, als Rasen, mehr Buckelpiste als Ebene – jeder Flachpass versprang!

Vom Anpfiff weg sah man von all den Querelen: nichts! Wir starteten klar besser und hatten in den ersten 20 Minuten die einzigen klaren Chancen, drei an der Zahl: völlig freier Kopfball Vitaly aus wenigen Metern (zu zentral, gehalten), Paddy alleine vor dem Torwart (zu zentral, gehalten) und Paddy als er den Torwart schon umspielt hatte mit nur noch einem Verteidiger auf der Torlinie (technischer Fehler beim Versuch, sich den Ball auf rechts zu legen – das Spielgerät wurde frei vor dem leeren Tor verloren^^).

Und dann? Hatte Hamberge den ersten Vorstoß, wir spielten im Strafraum Pingpong und bekamen das Spielgerät unter dem physischen Druck der Gastgeber einfach nicht weg – die Kugel landete aus purem Zufall bei einem Hamberger Angreifer, der sich nicht lange bitten ließ und versenkte. Das Spiel kippte in der Folge komplett, Selbstvertrauen und fußballerische Versuche schwanden unsererseits genau wie die letzte Wechseloption (weil sich Nacho verletzte…), die außerordentliche Physis des Gastgebers konnten wir ohnehin nicht kontern (was essen die da aufm Dorf? Alle minimum 1,85m, 85kg und 90 Minuten in Bewegung…) und Hamberge hätte vor der Pause noch erhöhen müssen, denn sie erspielten sich nun gute Chancen im 3-Minuten-Takt, doch Enno (herausragende Leistung!) und der Pfosten bewahrten uns davor. So war zur Halbzeit noch alles drin.

In der Pause stellten wir um, beorderten Vitaly in die Verteidigung und versuchten mit 3 Stürmern zum Erfolg zu kommen: und wir begannen wieder stark, Clemens hätte per Kopf ausgleichen können, zielte aber hauchzart vorbei. Wir blieben – wie in Halbzeit eins – etwa 20 Minuten überlegen (ohne weitere Großchancen) und kassierten – erneut analog zum ersten Durchgang – nach circa 20 Minuten erneut ein Pingpongtor: nach einer Ecke für Hamberge klärte Vitaly den Ball kurz vor der Linie – aber flach in die eigene Mitte, wo aus 11m erneut ein Gastgeber abstauben konnte. Wieder gab das Tor Hamberge einen Schub, doch diesmal wehrten wir uns besser und ließen weniger Chancen für die Gastgeber zu. Kurz vor Schluss hätten wir verkürzen müssen, doch Felix brauchte nach Freistoßvariante wenige Meter vor dem Tor zu lange und wurde in letzter Sekunde (tolle Grätsche des Kapitäns und Libero (!) der Gastgeber!) noch geblockt. Schade!

Letztendlich ging der Sieg der Hamberger in Ordnung, die über 90 Minuten gesehen ein Chancenplus hatten. Wir müssen (!) in Führung gehen (dann wird’s ein anderes Spiel!) und waren dann vor allem physisch einfach nicht auf dem Level der Gastgeber. Dennoch gab es auch positives: im Gegensatz zu vielen anderen Truppen, die auf dem speziellen Terrain in Hamberge schon untergingen, hielten wir trotz maximaler Dezimierung bis zum Schluss dagegen, die Stimmung stimmt, Gemecker und Gemaule sind weiter Fehlanzeige beim Stern. Vitaly überzeugte auf fremder Position, Willi hielt 90 Minuten durch, Richi kämpfte sich vorbildlich aus seinem Loch und Enno machte nicht den Eindruck, dass das Schlutup-Spiel noch nachwirken sollte – weiter geht’s in Dissau!

Gegner: Fußballerisch nichts Besonderes, aber physisch (zusammen mit Dissau) sicher die stärkste Mannschaft der Liga. Unfassbar lauf- und zweikampfstark, zusammenhängendes Fußballspiel wird nicht nur durch den „Rasen“ unmöglich: Hamberge verwickelt den Gegner über 90 Minuten überall auf dem Platz in Zweikämpfe – die dann auch oft an die Jungs vom Dorf gehen. Doch so unangenehm, wie sie zu spielen waren, so angenehm waren sie auf dem Platz: super fair, gaben sogar (beim Stand von 0:0) zwei Einwürfe zurück, weil der Schiri fälschlicherweise für Hamberge pfiff – vielen Dank für dieses Verhalten nach Hamberge! Die beiden wuchtigen Fouls kurz vor der Pause scheinen eher aus der konsequenten Zweikampfführung denn aus böser Absicht entstanden zu sein. Wir freuen uns auf die Duelle im nächsten Jahr!

Schiedsrichter: Spiel komplett im Griff, unauffällig, super Leistung. Wir waren - wie dieses Jahr fast immer – sehr zufrieden mit dem Referee!

Aufstellung:

Enno – Simon, Willi, Mario (Jörn) – Richi, Abdul, Clemens, Timo, Nacho (Felix) – Vitaly, Paddy

 

Forza RSL!

 

Gut, aber nicht genug für Punkte – starke Sterne kommen gegen stärkere Dissauer an ihre Grenze!

Kreisklasse B 18. Spieltag 10.05.2022
SV Dissau - RSL 3 - 1 (1 - 0)

Und wieder auf’s Dorf: auf dem (im Vergleich zu Hamberge) deutlich besseren Rasenplatz (inkl. Bewirtung: es gab Kaffee!!) wollten die Sterne die vierte Pleite in Folge vermeiden und sich für die beiden unglücklichen Niederlagen gegen Dissau bisher (jeweils 1-3) rehabilitieren, was ergebnistechnisch nicht so recht klappte: witzigerweise kassierten wir im dritten Versuch das dritte 1-3.

Die Voraussetzungen waren ungleich besser als noch am Freitag: mit Kamirans Hilfe (danke!) stellten wir tatsächlich 15 Sterne in den Kader – die allesamt spielfähig waren. Wahnsinn!

Wir begannen absolut ordentlich und mit dem Spitzenteam vom Dorf mindestens auf Augenhöhe. Auf dem riesigen Platz war Pressing nahezu unmöglich, sodass wir in Ruhe aufbauen konnten und dies auch mit unserer „ersten“ Dreierkette taten. Nach vorne hatte vor allem Philipp oft Ideen, verlagerte das Spiel oft klug und wir hatten über außen mehrere Durchbrüche zur Grundlinie – nur der letzte Pass in die Mitte misslang oft gegen die eingespielte Defensive der Dissauer, einzig Kamiran hatte eine gute Abschlusschance, verzog aber knapp. Aber auch der Favorit hatte 25 Minuten lang gar keine Torchance, weil auch wir defensiv gar nichts zuließen. Wir waren also nicht unzufrieden!

Doch wie in Hamberge kippte das Spiel mit den ersten Torchancen des Gegners: nach Ballverlusten im Mittelfeld kam Hamberge zu zwei guten Chancen, die aber (auch unter Druck unserer Verteidiger) nicht genutzt werden konnten. Dennoch war die Selbstverständlichkeit mit Ball etwas verloren gegangen und der dritte Konter der Gastgeber saß: wieder Ballverlust im Mittelfeld, Adel und Simon rücken rechts raus, um den Ball zu erobern, verlieren aber jeweils den Zweikampf, Mario (als letzter Mohikaner) konnte zwar nach Hereingabe den Torschuss erstmal verhindern, aber nicht entscheiden klären, sodass der Ball einem weiteren Stürmer vor die Füße fiel, Enrico rettete (wie gewohnt) im eins gegen eins, doch der Abpraller landete an der Strafraumgrenze, wo der aufgerückte (und unseren zentralen Mittelfeldspielern enteilte) gegnerische „Sechser“ den Rebound verwertete. 0-1. Kurz vor der Pause. Ärgerlich.

Dennoch war die erste Halbzeit absolut okay und noch nix verloren. Wir nahmen uns vor, erstmal genauso weiterzumachen und auf den Ausgleich zu hoffen.

Doch kurz nach der Pause stellten wir verletzungsbedingt das System um, was wir vielleicht lieber nicht getan hätten, da die Umstellung zu einigen Unklarheiten und Unsicherheiten und damit zu offenen Räumen und Konterchancen führte, von denen der Gastgeber eine zur vermeintlichen Vorentscheidung nutzte: ein toll gespielter Gegenangriff aus dem Schulbuch führte nach knapp 60 Minuten zum 0-2.

Doch noch war genug Zeit und ein unsinniger Rempler eines Dissauer Verteidigers gegen Paddy (der den Ball im Leben nicht vor dem Torwart erreicht hätte) führte zu einem doch eher kleinlich gepfiffenen Elfmeter, den Paddy souverän verwandelte und die Spannung zurück ins Spiel holte.

Die letzte halbe Stunde war wild, wir gingen drauf und auf den Ausgleich, jede offensive Standardsituation ließ den Adrenalinpegel anschwellen – man muss aber ehrlich sein: die klar besseren Chancen hatte der Gastgeber im Konter. Bis zum Schluss hofften wir auf den luckypunch und kämpften aufopferungsvoll – doch in der 90. Minuten beendete der starke Gästeangreifer unsere Bemühungen mit einer tollen Einzelaktion zum 3-1.

Wir gaben auch in Dissau eine gute Visitenkarte ab, waren kein einfacher Gegner, konnten aber (ähnlich wie Freitag in Hamberge) vor allem die physischen Nachteile hinsichtlich Laufstärke, Geschwindigkeit, Zweikampfführung nicht so kompensieren, dass es für Punkte reichte. Der Sieg der Gastgeber ging am Ende in Ordnung, wir können dennoch mit erhobenen Köpfen nach Hause fahren und es gegen die TUS nur 48h später besser machen!

Gegner: Hamberge war schon stark, Dissau sattelte nochmal etwas drauf: defensiv kompakt und eingespielt, konterstark und physisch wuchtig (diese Dorfmannschaften…). Gut gecoacht, schwer zu schlagen. Hatten sehr sympathische faire Kicker in ihren Reihen und auch den ein oder anderen, auf den auch das Gegenteil passt. Dissau ist keine Welten, sondern eben ziemlich genau zwei Tore besser als wir, wir greifen nächste Saison wieder an und wollen demnächst unbedingt auch gegen die Stockelsdorfer punkten!

Schiedsrichter: Die Schiris werden immer weniger? Mag sein, aber dafür werden sie besser: erneut eine völlig abgeklärte Leistung des Referees, wobei die an sich großzügige Linie sicherlich eher der Heimmannschaft zugutekam. Dennoch: Beschweren können und wollen wir uns nun wirklich nicht! Gerne wieder!

Aufstellung:

Enno – Adel, Simon, Mario – Blagoj, Abdul (Willi), Clemens, Philipp, Timo (Paddy) – Vitaly (Rob), Kamiran (Jan-Eric)

Tore:

Paddy (3)

Forza RSL!

 

Und plötzlich zündet Timo – Sterne beenden Pleitenserie verdient gegen widerspenstige Gäste!

 

Kreisklasse B 19. Spieltag 12.05.2022
RSL - TuS Lübeck 3 - 1 (0 - 0)

Bevor es zum Sportlichen geht, ein kurzer Einblick in die Realität der Saison 21/22 beim roten Stern: bei Abpfiff in Dissau (45h vor Treff zum nächsten Punktspiel) standen noch 16 Sterne zur Verfügung, etwa 36h später waren krankheits-, familien-, und sperrenbedingt daraus noch ganze 11 übrig. Also galt mal wieder für Co-Trainer Jörn: nachfragen, betteln, hoffen. Dank Unterstützung der Zweiten (Omid, Elli, Zekria) und der Akquise von Ozan konnte am Ende doch ein voller Kader gegen die TuS auf die Platte gestellt werden.

Geschuldet dem Fakt, dass wir keine drei Innenverteidiger zur Verfügung hatten, stellten wir auf Viererkette und Raute um, ließen dafür Richi stürmen und wollten den Bock nach vier Niederlagen endlich umstoßen.

Von Anfang an entwickelte sich ein tolles, intensives, faires Spiel mit einer ausgeglichenen ersten Hälfte, die auf beiden Seiten Chancen zu bieten hatte: auf unserer Seite landete ein Eigentorversuch des hünenhaften TuS-Verteidigers an der Latte, dazu hatte nach einem Angriff über rechts in einer Ping-Pong-Szene gefühlt jeder offensive Stern eine Abschlusschance, doch wir konnten den Ball nicht ins Tor zwingen. Weiterhin hatte Philipp zwei völlig offene Schusschancen, verweigerte aber jeweils den Abschluss, um später nach Ecke zum Fallrückzieher anzusetzen und diesen nur marginal am Tor vorbeizuzirkeln. Auf der Gegenseite musste Enno zweimal im eins-gegen-eins ran, war aber wie so oft (man erkennt den gelernten Handballer…) in diesen Duellen Sieger. Die Zuschauer, die sich das Duell im unteren Mittelfeld der B-Klasse zum Donnerstagabend geben wollten, waren zur Pause auch ohne Tore definitiv nicht enttäuscht!

Alles in allem waren wir aber die etwas bessere von zwei guten Mannschaften, sodass wir in der zweiten Hälfte den Sieg ins Visier nahmen. Und es dauerte auch nicht lange, da wurde dieses Vorhaben auch auf der Anzeigetafel dokumentiert. Dafür bedienten wir uns eines etwas angestaubten Stilmittels aus vergangenen Fußballzeiten: der direkt verwandelten Ecke! Philipp schlug von links mit rechst einen ekelhaft angeschnittenen Ball über den kleingewachsenen Torhüter der Gäste, der sich letztendlich ins lange Dreiangel senkte. Tolles Tor!

Doch das beste: es sollte noch der unspektakulärste unserer Treffer des Abends bleiben, denn dann zündete Timo (endlich!). Unser „linker“ Mittelfeldspieler, technisch topausgebildet, aber mit Schwächen im körperbetonten Spiel, ist spätestens seit dem Jahreswechsel (mit kleinem Rückfall in Hamberge… ;) auf dem richtigen Weg und belohnte sich endlich mit seinen ersten (!!) beiden Toren – und was für Buden. Zuerst bekam er nach langem Schlag den Klatschball (von Clemens?), der vor Timo nochmal aufsetzte und den er mit dem ersten Kontakt als Halbvolley perfekt aus 20m ins linke Eck zirkelte – was für ein schwieriger, was für ein geiler Schuss! (2-0, keine 10 Minuten nach der Pause). Und 15 Minuten vor dem Ende zirkelte der Linksfuß auch noch einen Freistoß über die Mauer ins Dreiangel (wieder 20m, wieder wunderschön) zum 3-0!

Zwischendurch und auch danach hätten wir gegen nunmehr überforderte Gäste noch erhöhen müssen (Zekria mehrfach, Philipp, Elli, Jan…), doch das tat der Freude keinen Abbruch. Ebenso wenig das überflüssige und klar irreguläre (klares Foul bei der Balleroberung) Gegentor in der Schlussminute: brauchten wir in der ausgeglichenen ersten Halbzeit noch einen starken Keeper, war die zweite Halbzeit eine unserer stärksten in dieser Saison, in der wir den nicht wehrlosen Gegner klar beherrschten.

Ein großer Dank geht hier auch an die Jungs der zweiten Herren: Omid machte ein Riesenspiel und tut uns mit seiner kompromisslosen Zweikampfführung mehr als gut, Elli sorgt auch mit gut 40 Jahren noch für Pausen der „Stammspieler“ auf der Außenbahn und über Zekrias Fähigkeiten kann es keine zwei Meinungen geben – super, so einen Unterbau zu haben!

Gegner: So lange es 0-0 stand, spielte die TuS absolut nicht wie ein Abstiegskandidat, das fehlende Selbstvertrauen war den Jungs in Schwarz-Weiß nach Rückstand aber anzumerken. Wehrten sich und kämpften bis zum Schluss, wir wünschen alles Gute im Kampf um den Klassenerhalt. Highlight wie im Hinspiel: ein megasympathisches Trainer- und Betreuerteam, das im Vorfeld sogar beim Platzaufbau half. Geschichten aus der B-Klasse J

Schiedsrichter: Den Schiri kennen wir gut und er pfeift auch gut. Der Kritikpunkt, dass er „Meckern“ sofort mit Gelb bestraft ist für uns keiner: gut so, Schiedsrichter liefern Entscheidungen und keine Diskussionsvorschläge! Warum er das Ehrentor anerkannte, weiß der Schiri allerdings nur selber, vielleicht verrät er es uns mal ;) Spiel im Griff, gerne wieder!

Aufstellung:

Enno – Omid, Simon, Mario, Blagoj (Elli) – Aaron – Timo, Abdul (Ozan) – Philipp – Jan-Eric (Zekria), Richi (Clemens)

Tore:

Philipp (2)

Timo (1)

Timo (2)

Forza RSL!

 

Uh la la, wir hatten mal nen Torwart, uh la la, das war so wunderbar! Ennos Abgang mit Knall!

Kreisklasse B 19. Spieltag 15.05.2022
RSL - Phönix Lübeck III 3 - 1 (1 - 0)

Sommer, Sonne, Sieg! Nachdem die Zweite ihr letztes Heimspiel völlig wild mit 4-6 verlor, haut die erste nochmal eine raus und schlägt den bis dato unbesiegbaren Ligaprimus so klar wie verdient! Doch der Reihe nach:

Mal wieder nur 13 Sterne zum Anpfiff (dabei mit Jan ein Doppeltspieler), mal wieder nur einen Innenverteidiger (diesmal hielt Adel die Stellung), sodass wir spontan den ob seines Spieles bei der Zweiten frustrierten Elli verpflichteten und in den Kader aufnahmen. Die Zweite mit 10-Tore-Festival, ner Pleite und zwei roten Karten. Der Gegner vorher mit quasi maximaler Punktausbeute (18/1/0) und vollständig aufgedribbelt. 25°C auf dem knalleheißen Buni und Torwartmonster Enno vor dem Spiel verabschiedet (in einem knappen Jahr hat sich damit der Torhüterbestand bei der Ersten des roten Sterns von 2 auf 0 dramatisch verschlechtert…) – es war schon vor Anpfiff einiges geboten.

Mit Anpfiff allerdings wollten wir die Sensation erzwingen und keiner ließ sich hängen: alle hielten ihre Positionen, die Räume waren eng für die Adler von Phönix, Ballgewinne waren keine Seltenheit. Der Stern stand in der Ordnung und trotzte dem Favoriten von Beginn an! Im ersten Viertel (Trinkpausen!) ergaben sich zwar für uns keine wirklichen Chancen (einmal war Philipp frei durch, bekam den Ball aber nicht mit), aber: für den Gegner eben auch nicht. Mit der letzten Aktion lag der Ball dann doch im Tor der Sterne, doch der Schiri pfiff Abseits – knapp, Glück gehabt! Das 0-0 war dennoch hoch verdient! Und direkt nach der ersten Pause nahm die Überraschung konkrete Züge an: Clemens „kaperte“ einen hohen Ball, der eigentlich Vitaly hätte erreichen sollen, zog damit einen weiteren Gegenspieler und verlängerte per Kopf auf unsere linke Seite – darauf hatte Balgoj spekuliert und unser mazedonischer Athlet war nicht mehr einzuholen, drang in den Strafraum ein und überwand den gegnerischen Keeper per Außenrist. Sein erstes Tor für den Stern! Ekstase! Der Stern führt!

Und dann bis zur Halbzeit das gewohnte Bild: ideenlose Adler, die lediglich nach Standards Abschlusschancen kreierten (aber nicht gefährlich zu Ende brachten) und disziplinierte Sterne, die sich mit fortlaufendem Spiel auch fußballerisch einiges zutrauten und so mehr Ballbesitz generierten, als wir uns vorher ausgerechnet hatten. Halbzeitstand: 1-0!

Dass es dann nach der Halbzeit wild werden würde, ahnten wir ja bereits – dass sich die Szenen aber im Phönix-Strafraum abspielen sollten, war dann doch eine Überraschung! Ähnlich wie am Donnerstag schlugen wir direkt nach der (großen) Pause zu – und wie: nach einem Ballgewinn im Mittelfeld landete der Ball auf Höhe Mittellinie bei Willi und der macht Willi-Sachen! Lupfer aus 45m über den aufgerückten Gästekeeper und 2-0. Und in ihrer Wut verloren die Adler ganz die Ordnung: ein Steckpass reichte, um Philipp frei vors Tor zu schicken, der – wider seiner eher zarten Natur – den Ball einfach mit Macht ins lange Eck drosch. 3-0!

Und auch danach spielte Phönix zwar gefälliger, die Chancen lagen aber bei uns: Jani und Philipp jeweils frei vor dem Keeper (gehalten) und Philipp nach Willi-Ecke per Kopfball an die Latte – eigentlich hätten wir noch mehr Tore schießen müssen!

Kurz vor Schluss kassierten wir beim Rebound nach einer Ecke doch noch das 3-1, was aber der Freude über Sieg, Bier und Wetter keinen Abbruch mehr tat! So konnte auch noch Enrico ausgewechselt und abgefeiert werden, Ersatzmann Daniel hatte entscheidenden Anteil an einer ruhigen Nachspielzeit, packte zweimal selbstbewusst und laut zu! Phönix III hat seit drei Jahren in der Liga nur zwei Spiele verloren (bei 34 Siegen und einem Unentschieden): beide 1-3, beide gegen den Roten Stern! Bei allem, was zuletzt schief lief – darauf dürfen wir stolz sein!

Gegner: Ob des – für Phönix – ungewohnten Spielablaufes etwas verwirrt, aber vorbildlich fair (es war auch das Spitzenspiel erster gegen zweiter der Fairplaytabelle), beteiligten sich am Applaus für Keeper Enno. Versuchten spielerische Lösungen zu finden – das liegt uns, da können wir zubeißen! Schade, dass Phönix aufsteigt ;)

Schiedsrichter: Der Schiri pfiff uns bereits Donnerstagabend und vor uns auch das Spiel der Zweiten. Legenden besagen, er wohnt auf dem Buniamshof. Hatte das faire Spiel gut im Griff, kam dank klarer Kommunikation (Standpauke an Ozan) früh im Spiel gänzlich ohne Karte aus. Danke für die gute Leistung!

Aufstellung:

Enno – Richi (Elli), Adel, Ozan, Blagoj – Aaron – Timo (Willi), Clemens, Abdul – Philipp, Vitaly (Jan-Eric)

Tore:

Blagoj (1)

Willi (3)

Philipp (3)

Ausblick:

Einen haben wir noch: am letzten Spieltag geht es zu unseren „Freunden“ des ESV Hansa. Ein wichtiges Spiel für alle Abstiegskämpfer – wir können keinen Sieg versprechen, aber wir werden alles raushauen!

Forza RSL!

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