Drei Riesen reichen der Zweiten nicht – Punktverlust beim Schlusslicht!

von RoterStern (Kommentare: 0)

Kreisklasse C Stormarn 14. Spieltag 11.11.2018
SV Rehhorst - RSL II 0 - 0  

Hellau, Alaaf – und Ackerkick im Reinfelder Niemandsland. Nach dem dringend benötigten Sieg im letzten Heimspiel war die Stimmung gut und die Hoffnung groß, auswärts beim Tabellenletzten nachzulegen. Da wir mal wieder nur 11 eigene Leute waren (unter anderem gaben Mathis und Christian ihr Debut), halfen mit Keeper Ramazan, Manndecker Farid und Omid und Stürmer Edries wieder vier Mann aus der Dritten aus und füllten so den Kader auf! Alles in allem waren wir damit personell top besetzt: Starke erste Elf, super Bank!

Ramazan – Omid, Mirco, Stefan (Farid) – Micha, CR7 – Malte (Mathis), Schnecke (Edries), Klausguido – Elli (Christian), Fabi

Auch das Wetter war super, erwischten wir doch Top-November-Sonne! Das einzige, was wieder einmal nicht mithalten konnte war – wie auf den Dörfern üblich – der Platz: löchrig und huckelig taugte er nicht dazu, sauber zu spielen, sondern lud zu Langholz und Gewusel ein. Die Einladung wurde letztlich angenommen….

Die Essenz des Spiels ist schnell erzählt: der Gastgeber hielt die ersten 30 Minuten gut dagegen, hatte selbst zwei Chancenansätze, bevor bei den Rehhorstern (auch mehreren Verletzungen geschuldet) die Kraft für Offensive ausging und sie sich in der finalen Stunde auf’s Kämpfen, Verteidigen und Zerstören verlegten. Wir hatten demnach ein Übergewicht an Ballbesitz und Präsenz in der gegnerischen Hälfte, ließen aber die wenigen klaren Chancen teilweise auf hanebüchene Art und Weise aus (detaillierte Beschreibung folgt). Unser taktischer Plan mit Elli und Fabi einen Pressingsturm aufzustellen misslang komplett, da der Gastgeber aus der eigenen Defensive ohnehin mit 80m-Schlägen (auch ohne Druck von uns) agierte, sodass wir oft ins Leere anliefen. Unseren eigenen Offensivaktionen fehlte es oft an einem klaren Plan (lange Bälle oder kombinieren?) und quasi immer an der Präzision, wobei der schlechte Platz und der  aufmerksame Torhüter der Gäste ihr Übriges taten. Im Einzelnen:

Nach wenigen Minuten bekamen wir nach einem langen Schlag von Mirco unsere erste 100%ige Torgelegenheit: der letzte Mann des Gegners senste vorbei, Elli war frei durch und mit ihm 3 (in Worten drei) Mitspieler, sodass 4 (in Worten vier) Sterne vor dem gegnerischen Keeper auftauchten, doch Elli schloss selber ab und traf….nicht mal das Tor – Abstoß.

Kurz darauf hatte Rehhorst seine beste Chance, denn ein Gastgeber wuselte sich durch mehrere Zweikämpfe und tauchte frei vor Ramazan auf, doch unser Keeper wischte den Ball aus dem kurzen Eck – das einzige Mal, dass er an diesem Tag wirklich geprüft wurde. Die Prüfung hat er mit Bravour gemeistert.

Mitte der ersten Hälfte dann Riesenchance Nr.2: Libero Mirco spazierte über das gesamte Feld, ließ sogar den gegnerischen Keeper stehen und schloss aufs hüterlose Tor (auch hier wäre ein Abspiel möglich gewesen) aus spitzem Winkel ab – und traf den einzigen auf der Linie postierten Verteidiger…größer wird die vergeben Chance nicht? Wartet’s ab…

Gegen Ende der ersten Hälfte hatte Edries noch eine gute Chance per Schrägschuss (knapp vorbei) und Malte brachte den gegnerischen Keeper per Fernschuss (gut pariert) nochmal in Bedrängnis – dann war Pause.

Wir nahmen uns in der zweiten Hälfte vor, weiter Druck zu machen, in dem Glauben, dass wir vorne schon noch eins machen – leider lagen wir falsch.

In der zweiten Hälfte brauchten wir uns zumindest keine Gedanken mehr um die Defensive machen, denn der Gastgeber verzichtete komplett auf Angriffsspiel – zum Chancenwucher kam es dennoch nicht. Doch ein paar gab es: Malte wurde zweimal schön ins eins-gegen-eins mit dem gegnerischen Keeper geschickt, musste aber jeweils mit dem ersten Kontakt finishen und scheiterte zweimal (1x vorbei, 1x gehalten).

Später hatte Farid einen Abpraller des Gasgeber-Torhüters unter Kontrolle, agierte aber zu unruhig und schoss den vor ihm postierten Schlussmann beim Versuch der Hereingabe mehrfach ab, statt den Rückwärtsgang einzulegen, ein Kopfball von Christian ging knapp vorbei und Edries bekam seine Chance aus dem ersten Durchgang noch einmal in Kopie, kopierte aber leider auch das Ergebnis (knapp am langen Pfosten vorbei).

Doch der Knaller kam zum Schluss: Schnecke spielte (mit seiner einzigen vernünftigen Offensivaktion) Malte in der Gasse an, der läuft völlig frei auf den gegnerischen Hüter zu, legt den Ball an selbigem vorbei und wird glatt umgemäht (beide blieben liegen und mussten behandelt werden)– doch der Elfmeterpfiff blieb korrekterweise aus. Warum? Na weil der Ball aus diesem Zweikampf Fabi vor die Füße springt, der aus 10m aufs leere Tor schießen/laufen kann – Vorteilsregelung angewandt! Und unser Stürmernovize kullerte den Ball dem einzig durchgelaufenem Verteidiger vor die Füße – Unglaublich!

So blieb es am Ende beim unbefriedigenden torlosen Remis, mit dem der Gastgeber definitiv besser leben konnte und das er sich ergrätscht, erkämpft und auch hier und da erduselt hatte – kein unverdienter Punkt für die wackeren Rehhorster. Wir müssen uns in puncto Chancenverwertung (der Sieg lag mehrfach auf unserem Präsentierteller) aber auch in puncto Chancenerarbeitung an die eigene Nase fassen, denn gegen diese – mit Verlaub – limitierte Altherrentruppe muss man sich mehr als die beschriebenen Möglichkeiten herausspielen. Dafür gefehlt hat vor allem eine klare und konsequent verfolgte Strategie unsererseits: für’s Kick’n’Rush waren wir uns zu fein, für Kombinationsfußball technisch nicht gut genug, sodass ein halbgares Mittelding dabei herauskam. Ärgerlich!

Doch schlecht war bei weitem nicht alles: nach drei Stunden Nettospielzeit kassierten wir gegen Rehhorst kein Gegentor, gaben in Summe nur 2-4 Chancen her – die Abwehr stand nach Wackelstart bombig! Die Debuts von Ramazan (direkt zu null!), Christian (ideale Position finden wir noch, aber was er kann, hat man gesehen!) und Mathis (die Maschine) verliefen vielversprechend – tolle Optionen für die nächsten zwei Spiele und die Rückrunde!

Das Bienchen des Tages verdiente sich Omid, der zum zweiten Mal in Serie seine Seite der Dreierkette luftdicht verschloss: am Boden, in der Luft, im Laufduell – an Omid kommt keiner vorbei!

Gegner und Schiri: eine faire Dorftruppe, die ihre Mittel und Limitierungen kannte und genauso spielte – zweikampfbetont, aber nicht bösartig. Da die Sterne auch – wie immer – ein faires Spiel anboten, hatte der Schiri keinerlei Probleme bei der Spielleitung und kam mit einer einzigen gelben Karte aus.

Die anderen Sterne? Die Dritte genießt ihre Pause und hilft bei erster und zweiter Mannschaft tatkräftig aus, die Erste gewann daheim souverän gegen Schlusslicht Schlutup mit 7-1!

Nächste Woche gibt’s den nächsten Doppelspieltag: Die Zweite eröffnet um 12 gegen Pölitz III, die Erste zieht um 14Uhr gegen Siems II nach. Beides auf’m Buni, kommt vorbei! Fora RSL!

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